Alpenbus: Anfrage unseres Kreistagsmitglieds Peter Maier
Warten auf die Grobkonzeption
Kreisrat Peter Maier fordert von der Landrätin Informationen zum aktuellen Stand des Alpenbusses
Landkreis – Dass es die Menschen dort hinzieht,wohin sie schnell kommen,
dessen ist sichPeter Maier bewusst. Ein Arbeitsplatz wird umso attraktiver, je schneller man diesen erreicht und nach Feierabend wieder von diesem wegkommt.Daher
ist es dem Penzberger, der für die Linken im Weilheimer Kreistag sitzt, ein Anliegen, den öffentlichen Nahverkehr imLandkreis zu stärken. Vor Monaten sprachen sich viele Landräte aus dem Oberland für einen Alpenbus aus. Doch viel passiert scheint seither nicht zu sein.
Vor etwa einem Jahr beauftragten etliche Landräte den Münchner Verkehrsverbund (MVV) damit, „die Grobkonzeption für einen Alpenbus zu erstellen“, erinnert sichMaier. Dieser Bus soll eine Ost-West-Expressverbindung von Rosenheim bis in den Landkreis Weilheim-Schongau und möglicherweise sogar bis Immenstadt im Allgäu bilden. Doch wie es um die Grobkonzeption steht, weiß Maier nicht, weshalb er nun mit einer Anfrage von Landrätin Andrea Jochner-Weiß um Aufklärung über den aktuellen Planungsstand bittet.
„Bis wann ist ein Konzept zu erwarten? Gibt es schon Vorstellungen, zu welchen Zeiten und in welchem Takt der Alpenbus fährt? Wie sieht die Linienführung aus?Wo sind Haltestellen geplant?“ sind nur einige der Fragen, die Maier aufführt.
Wenn der Kreisrat die aktuelle Situation in den Blick nimmt, stellt er fest, dass im Oberland der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) „sehr zentralistisch“ aufgebaut sei:
„München ist meist irgendwie zu erreichen, wer aber von Miesbach nach Weilheim möchte, hat eine Tagesreise vor sich“.Wer kein Auto habe, der müsse sich bei der Wahl von Wohnort oder Arbeitsplatz auf jene Regionen beschränken, die über einen gut ausgebauten ÖPNV verfügten. „Gerade des Klimawandels, aber auch unter dem sozialen Aspekt, dass nicht jeder ein Auto hat, ist es notwendig, den ÖPNV zu stärken“, findet Maier, der insbesondere Senioren und mobilitätseingeschränkte Personen im Blick hat, für die Angebote wie der Alpenbus „ein großer Gewinn“ wären, „wenn sie etwa von Penzberg zum Arzt nach Weilheim müssen“. ra
