Oberbürgermeisterkandidat Phillipp Schmid

Vorstellung

Mein Name ist Philipp Schmid, ich bin 21 Jahre alt und hier in Landsberg aufgewachsen. Ich kandidiere bei der Kommunalwahl nächstes Jahr als Oberbürgermeister für Die Linke, weil ich mir ein gerechtes, solidarisches Landsberg für alle wünsche!
Das heißt vor allem, dass die Stadtbewohner*innen mehr einbezogen werden. Ich bin mit meiner Partei bereits seit mehreren Wochen sowohl an den Landsberger Haustüren zu persönlichen Gesprächen unterwegs als auch an Infoständen in der Innenstadt und möchte so - auch über den
Wahlkampf hinaus - erfahren was die Menschen sich konkret von der Kommunalpolitik wünschen. Als Oberbürgermeister möchte ich im Austausch bleiben - mit allen Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Sexualität, Herkunft und sozioökonomischen Status - weil mir wichtig ist, nicht nur bei Einweihungen und Festen präsent zu sein, sondern zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden. Gute Politik entsteht nicht auf der Bühne, sondern im Gespräch mit den Menschen.

Das erste Thema, das ich anpacken möchte, ist das Wohnen. Die Mieten in Landsberg steigen seit Jahren in die Höhe. Seit 2020 gab es einen geschätzten Anstieg von knapp 25-30%. Viele Menschen können sich das nicht mehr leisten - sie ziehen aus Landsberg weg oder verlassen sogar den Landkreis. Ich bekomme mit, dass gerade junge Menschen vermehrt in andere Gegenden ziehen und sich dort ein Leben aufbauen. Dabei gibt es genug Lösungsmöglichkeiten: Leerstand bekämpfen, Mietspiegel-Erhebungen, um Mietwucher festzustellen und kommunaler Wohnungsbau, der gezielt den Menschen zugutekommt, die ihn am dringendsten brauchen.

Zudem braucht es eine deutliche Verbesserung im ÖPNV. Wir müssen uns eingestehen, dass sich das Verkehrsproblem - auch in Hinblick auf die wachsende Stadtbevölkerung - in der Innenstadt nich wegzaubern lassen wird. Deshalb braucht es einen attraktiveren Stadtbusverkehr - enger getaktet und für alle bezahlbar. Es braucht einen Ausbau der Radwege, gerade an der neuen Bergstraße, aber auch an anderen wichtigen Hauptstraßen. Wir benötigen bessere Anbindungen an die Bahnhöfe in Landsberg und Kaufering, um auch ohne Auto dorthin zu gelangen. Die Preise müssen sinken, damit Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, ihn sich leisten können. Langfristig bewirkt dies eine deutliche Verkehrsberuhigung, gerade zu den Hauptverkehrszeiten in der Innenstadt, ganz abgesehen von den Vorteilen im Umwelt- und Klimaschutz.

Gerechtigkeit heißt für mich auch eine faire Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. Das Freizeitangebot für Jugendliche hält sich für eine Stadt in unserer Größe in Grenzen - es braucht mehr öffentliche Sportplätze, Tischtennisplatten und Möglichkeiten am Abend mal wegzugehen.
Zudem braucht es ein Umdenken in der Care-Arbeit. In unserer Gesellschaft wird diese unbezahlte Arbeit fast ausschließlich von Frauen geleistet. Sie halten Familien und Alltag zusammen - ohne Anerkennung und ohne Zeit für sich selbst. Wir müssen Landsberg familienfreundlicher und
feministischer gestalten: mit ausreichend Kita-Plätzen, besseren Betreuungsmöglichkeiten und fairer Verantwortungsteilung in der Sorgearbeit. Gleichberechtigung ist nur möglich, wenn Familien wirklich unterstützt werden und Frauen nicht länger die Lücken im System füllen müssen.

Unsere Stadtratsliste und ich haben noch viele weitere Themen, die wir ab Ende des Jahres der Stadtbevölkerung in einem umfassenden Programm vorstellen werden. Von Gesundheit über Migration bis hin zu Frieden.

Zuletzt möchte ich allerdings das Thema anbringen, wovon ich weiß, dass es viele beschäftigt. Der Kampf gegen Faschismus ist der Grund, warum ich selbst politisch aktiv geworden bin. Auch in Landsberg merken wir, dass extrem rechte und faschistische Kräfte erstarken. Beobachten kann man das an der steigenden Präsenz von Parteien wie der AfD oder auch der Neonazi-Partei „III. Weg“ im öffentlichen Stadtbild, aber auch den Wahlergebnissen bei EU- und Bundestagswahl. Als Oberbürgermeister werde ich mich klar positionieren - für Demokratie, Menschenwürde und
Solidarität! Ich möchte in einem Landsberg leben, indem jeder Mensch sicher leben und sich frei entfalten kann. Gerade mit dem geschichtsträchtigen Hintergrund der Stadt Landsberg darf es keine Handbreit Platz in der Öffentlichkeit für Kräfte geben, die in der Tradition des 3. Reiches stehen. Hier gibt es großen Handlungsbedarf, den wir auch bereits vor der Wahl angehen wollen - und was wir bereits durch die Organisation von zwei Kundgebungen getan haben.

Ich möchte für ein Landsberg für alle kämpfen, in dem wir einander zuhören, handeln und
niemanden zurücklassen!