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Spaziergang in Benediktbeuern
Reuven Moskowitz in der Penzberger Moschee

Reuven Moskowitz aus Israel in der Penzberger Moschee

Am Donnerstag war der israelische Friedensaktivist Reuven Moskowitz auf Einladung des Kreisverbandes DIE LINKE in der Penzberger Moschee zu Gast. Er berichtete aus seinem Leben. Nach dem Nationalsozialismus ging er nach Israel und baute das Land mit auf. Er berichtete von den Hoffnungen seiner Generation und was daraus wurde.

"Die deutsche Regierung hat eine Verantwortung gegenüber Israel und Palästina, ohne den Nationalsozialismus hätte es Israel und Palästina in dieser Form nie gegeben. Die Waffen und U-Boote hätten nie nach Israel geliefert werden dürfen." Günter Grass habe ganz recht mit seinem Gedicht. Eine Elite, die letztlich nicht einmal Opfer des Holocaust war, würde diesen für ihre Zwecke ausnützen. Er würde ständig als Argument verwendet, um jede berechtigte Kritik im Keim zu ersticken. Es werde im Nahen Osten seit Langem auf einen Krieg hingearbeitet. Die letzten Ereignisse in Syrien, Libyen und der Türkei müssen in diesem Zusammenhang gesehen werden. Die Medienberichterstattung sei nicht objektiv und bereite letztlich einen Krieg mit vor. "Die Lage ist hoffnungslos, ich gebe aber die Hoffnung nicht auf."

Es ergab sich eine Diskussion, über die Rolle der Religionen, Christentum, Islam und Judentum, die gemeinsame Wurzeln haben. Alle drei haben als oberste Ziele den Frieden, die Liebe und die Solidarität unter den Menschen. Wieso heiligen sie dennoch immer wieder den Krieg?

Reuven Moskowitz bedankte sich abschließend, in der Moschee Gast sein zu dürfen. "Unsere Versammlung ist beispielhaft und zukunftsweisend. Nur durch den gutwilligen Dialog können wir Respekt und Verständnis füreinander entwickeln. Die Religionen spielen hierbei eine wegweisende Rolle. Wenn ich das zu Hause erzähle, glaubt mir das keiner!"

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